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Nachhaltige Eindämmung des Mistelbefalls in Streuobstwiesen

Als eines von zwei Projekten mit Streuobstbezug, die im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP Agri) durchgeführt wurden, befasste sich das Projekt "Nachhaltige Eindämmung des Mistelbefalls in Streuobstwiesen" mit der  Entwicklung einer Mistel-Strategie für baden-württembergische Streuobstlandschaften.

In vielen Streuobstbeständen Baden-Württembergs ist in den letzten Jahren eine starke Ausbreitung der Laubholz-Mistel (Viscum album) zu beobachten. Sehr häufig geht der Befall von "Superspreadern" aus, also einzelnen stark befallenen Bäumen, von denen die Mistel von bestimmten Vogelarten (z.B. Mönchsgrasmücke, Seidenschwanz oder Misteldrossel) nach und nach auf die umgebenden Bäume übertragen wird. Dies hat nachhaltige Auswirkungen auf die Vitalität von Obstbäumen und gefährdet dadurch auch verschiedene Naturschutzziele, die Streuobstbestände erfüllen sollen.

Das Projekt ging zum einen der Frage nach, welche Faktoren die Ausbreitung begünstigen und klärte zum anderen, unter welchen Bedingungen eine Ausbreitung nur sehr langsam oder auch gar nicht vonstattengeht. Aus dieser Wirkungsanalyse ließ sich ableiten, welche Maßnahmen grundsätzlich ergriffen werden müssten, um dem Problem des Mistelbefalls nachhaltig und nicht nur temporär Herr zu werden.

Die Analyse sollte in vier naturräumlich unterschiedlichen Streuobstregionen Baden-Württembergs stattfinden, um eine landesweite Repräsentanz und damit eine gute Übertragbarkeit der Maßnahmenempfehlungen zu erreichen.

Am 16. Dezember fand die Online-Abschlussveranstaltung des Projektes statt. Hier finden Sie die Ergebnisse.



Durchführung: Planungsbüro StadtLandFluss in Kooperation mit dem Streuobstpädagogen e. V. und anderen



Foto: Pixabay