Jährlich verderben große Mengen an heimischem Obst, da es nicht geerntet wird. Einige Landkreise und Kommunen gehen daher mit der Aktion „Gelbes Band“ gegen diese Verschwendung an. Streuobstwiesenbesitzer/innen, die mit der Ernte ihrer Früchte nicht hinterherkommen, können ihre Bäume mithilfe des farbigen Bandes zum Abernten freigeben. Das gelbe Band wird am Baum befestigt und signalisiert: Hier darf jede und jeder das Obst in haushaltsüblichen Mengen für den eigenen Verbrauch ernten. Damit fördert die Aktion mit wenig Aufwand die Verwertung des Obstes und schafft Bezug zu den Streuobstwiesen.
Beim Pflücken des Obstes sollte natürlich darauf geachtet werden, den Baum nicht zu schädigen und beim Betreten des fremden Grundstücks auf sich selbst Acht zu geben. Die teilnehmenden Grundstücksbesitzer/innen und unterstützenden Kommunen und Landkreise sollten haftungsrechtliche Fragen im Vorfeld klären.
Neben der Ernte sollte auch die Pflege der Bäume und des Unterwuchses sichergestellt sein. Nur gesunde und gepflegte Streuobstbestände versorgen uns nachhaltig mit leckerem Obst und bereichern unsere Landschaft. Viele Landkreise betreiben eine Streuobstwiesenbörse, über die nicht nur für die Ernte, sondern auch für die Bewirtschaftung Kooperationen geschlossen werden können.